Deutsche Finanzlandschaft zeigt tiefe Risse
Deutsche Bank und IKB schreiben Minus - Dresdner-Bank-Gewinn bricht ein
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| Deutsche Bank schreibt erstmals nach fünf Jahren Verlust (Foto: deutsche-bank.de) |
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Frankfurt/Düsseldorf
(pte/29.04.2008/11:41) -
Der deutschen Bankenlandschaft macht die Finanzkrise schwer zu schaffen. So schreibt die Deutsche Bank im ersten Quartal erstmals seit fünf Jahren rote Zahlen. Die IKB fährt im ersten Halbjahr 2007/2008 einen Verlust von einer Mrd. Euro ein und die zum Allianz-Konzern gehörende Dresdner Bank http://www.dresdner-bank.de muss in den Zahlen zum ersten Quartal Abschreibungen in Höhe von 900 Mio. Euro hinnehmen. "Details zu den Quartalszahlen und einen weiteren Ausblick wird es erst am 9. Mai geben", gibt sich Dresdner-Bank-Sprecher Johannes Marten auf Anfrage von pressetext bedeckt. Bei dem Mutterkonzern selbst schlägt sich das schwache Dresdner-Bank-Ergebnis auf die Quartalszahlen nieder. Der Allianz-Überschuss wird von 3,2 Mrd. auf 1,1 Mrd. Euro beinahe gedrittelt. Die Belastungen der Dresdner Bank aus der Finanzkrise summieren sich damit bereits auf rund 2,5 Mrd. Euro.
Die Deutsche Bank verzeichnet im ersten Quartal Verluste in Höhe von 254 Mio. Euro vor Steuern. Dabei wurde das erste Minus in einem Zeitraum von fünf Jahren durch Einnahmen aus Verkäufen noch in Grenzen gehalten. Ohne die Anteilsverkäufe an Konzernen wie Daimler, Allianz oder Linde wären die Verluste um 854 Mio. Euro höher ausgefallen, womit das Haus die Milliardengrenze durchbrochen hätte. In Hinblick auf den Vorjahreszeitraum, in dem die Deutsche Bank noch einen Gewinn von 3,16 Mrd. Euro erzielte, bedeuten die Verluste für das Haus ein historisches Desaster. Die Auswirkungen der Finanzkrise in den ersten drei Monaten werden mittlerweile mit 2,7 Mrd. Euro beziffert, womit die Bank ihrer Ankündigung nach Ende des ersten Quartals (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080401019 ) noch einmal 200 Mio. Euro hinzurechnet.
Getoppt wird die Deutsche Bank noch von der schwer angeschlagenen Deutschen Industriebank IKB, deren Verluste sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2007/2008 auf knapp eine Mrd. Euro summieren. Darüber hinaus schließt das Institut weitere Belastungen in Folge der Krise nicht aus. Dennoch hält die Bank an ihrem Gesamtjahresziel eines operativen Konzernverlusts von "nur mehr" 200 Mio. Euro (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080423016 ) fest. Die IKB bestätigt ihren eingeschlagenen Kurs und ist weiterhin auf der Suche nach geeigneten Bietern im Verkaufsprozess. So sollen die Anteile der Haupteignerin, der Kreditanstalt für Wiederaufbau, mit 45,5 Prozent und der Stiftung Industrieforschung mit 10,7 Prozent abgetreten werden. Im Zuge der Finanzkrise war das Haus auf drei Rettungsaktionen mit einem Gesamtwert von 8,5 Mrd. Euro angewiesen, um überlebensfähig zu bleiben.
(Ende)
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